Diesen Winter startet am CATL Werk am Erfurter Kreuz ein neues Qualifizierungsprogramm für Nachwuchskräfte: Der IHK-Zertifikatslehrgang „Basiswissen Batterietechnology für Auszubildende“. Der zweiwöchige Kurs richtet sich an Auszubildende ab dem zweiten Ausbildungsjahr und vermittelt produktspezifisches Grundlagenwissen rund um Batterietechnologie, die von Sicherheit über Nachhaltigkeit bis hin zu anwendungsbezogenen Aspekten der modernen Zellfertigung reichen. Nach erfolgreicher Teilnahme und bestandenem Abschlusstest erhalten die Azubis ein offizielles IHK-Zertifikat.
Batterietechnologie ist ein zentrales Element der Mobilität der Zukunft. Dafür braucht es Fachkräfte, die Theorie und Praxis verbinden. Der neue Zertifikatslehrgang ist ein wichtiger Schritt und zeigt, wie vertrauensvolle Zusammenarbeit nachhaltige Lösungen schafft. Neue Technologien erfordern neue Ausbildungsinhalte und teils neue Berufsbilder. Daher arbeiten die IHK Südthüringen und CATL nicht nur in der Ausbildung, sondern auch an einem neuen Berufsprofil zusammen.
Torsten Herrmann, Präsident der IHK Südthüringen:
„Unser Ziel ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Region und der Technologiefähigkeit unserer Betriebe. Wir möchten jungen Menschen moderne Perspektiven in einer zukunftsorientierten Industrie praxisnah, technologisch aktuell und zugleich mit einem klaren Bewusstsein für Wirtschaftlichkeit und nachhaltiges Wachstum in Thüringens Süden eröffnen. Solche Kooperationen sind ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Südthüringen. Sie zeigen, dass internationale Unternehmen und regionale Institutionen gemeinsam Verantwortung für die Fachkräftesicherung übernehmen.“
Die Ausbilderinnen und Ausbilder werden im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Verbundprojekts BatterieMD umfassend geschult, um den Lehrgang fachgerecht durchführen und begleiten zu können. CATL und BatterieMD verbindet bereits eine enge Kooperation im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, praxisnahe Qualifizierungsangebote für die Batteriebranche zu entwickeln und damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräfte-sicherung in diesem Zukunftsfeld zu leisten.
BatterieMD bietet einen anerkannten und flexiblen Weiterbildungsbaukasten mit praxisnahen Lerninhalten und digitalen Trainingsmodulen für Fachkräfte entlang der gesamten Batteriewertschöpfungskette und offen für alle interessierten Unternehmen. Das Projekt steht zugleich für ein länderübergreifendes Kompetenznetzwerk in Mitteldeutschland (Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt) mit dem Ziel, durch passgenaue und an die Bedürfnisse regionaler Unternehmen angepasste Qualifizierungsmaßnahmen eine nachhaltige Fachkräftesicherung zu gewährleisten.
Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Vermittlung technischen Fachwissens – von Materialkunde über Fertigungsprozesse wie Schweißverfahren zur Zellkontaktierung bis hin zum Recycling – sondern auch auf rechtlichen und arbeitsschutzrelevanten Themen, die sich aus dem Einsatz neuer Technologien ergeben.
Durch die im Rahmen von BatterieMD angebotene Schulung wird sichergestellt, dass die Ausbilderinnen und Ausbilder über das notwendige Fach- und Methodenwissen verfügen, um den Zertifikatslehrgang fachgerecht und kompetent umzusetzen.
André Wahl, Geschäftsführer Energy Saxony e.V., Projektleitung BatterieMD:
„Wir freuen uns, die Ausbilderinnen und Ausbilder von CATL mit unserem auf die Bedürfnisse auswählbaren Wissen zu unterstützen. Praxisnahe, technologisch aktuelle Lerninhalte sind entscheidend, um den Fachkräftebedarf in der Batteriebranche langfristig zu sichern und damit die Grundlage für erfolgreiche Industrieansiedlungen entlang der Batteriewertschöpfungskette in Mitteldeutschland zu unterstützen.“
Mit dem neuen Zertifikatslehrgang schafft CATL die Grundlage für ein fundiertes Verständnis von Batterietechnologie bei den Fachkräften von morgen. Der Kurs stellt zugleich einen wichtigen ersten Schritt zur Einrichtung eines eigenen Ausbildungslehrgangs im Bereich Batterietechnologie dar.
Matt Shen, Geschäftsführer CATL Deutschland:
„Mit dem neuen Zertifikatslehrgang investieren wir gezielt in das Wissen und die Zukunft unserer Auszubildenden. Batteriekompetenz ist ein Schlüsselfaktor für die Industrie von morgen – und wir wollen, dass unsere jungen Talente diese Entwicklung aktiv mitgestalten.“
In einem nächsten Schritt evaluiert CATL, gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung, die Etablierung einer neuen beruflichen Fachrichtung im dualen Ausbildungssystem. Ziel ist es, den stark wachsenden Qualifikationsbedarf der Batterieindustrie langfristig zu decken. Batterietechnologie gilt als Schlüsseltechnologie für die Mobilitäts- und Energiewende – doch bisher fehlt eine einheitlich definierte Berufsausbildung, die auf die speziellen Anforderungen der Branche zugeschnitten ist. Mit der Entwicklung dieses Berufsbildes könnte CATL dazu beitragen, ein zukunftsfähiges Ausbildungsangebot zu schaffen, das Theorie und Praxis optimal verbindet.
Darüber hinaus ist vorgesehen, den Zertifikatslehrgang künftig auch externen Teilnehmern anzubieten.
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